Verfasst von: RA Christoph Grimm | 10. Juni 2012

Wie alles begann… (Startseite gehalten)

Irgendwann, Ende des Jahres 2010, wurde ich auf die außergewöhnlichen Umstände der Euro-Rettung aufmerksam. Es waren die astronomisch anmutenden Geldsummen, welche da auf einmal im Raum standen, die mein Interesse geweckt hatten. Ich fing an, mehr darüber zu lesen und schließlich auch zu schreiben (mein erster Aufsatz „Eurodämmerung“ datiert vom 17.12.2010).

Inzwischen bin ich zu der Überzeugung gelangt, daß alle anderen politischen Themen vor diesem Sujet völlig verblassen und ich mache mir wirklich ernste Sorgen um unser Land. Derzeit scheint es so, als werde die Euro-Krise unabwendbar in die größte wirtschaftliche und soziale Katastrophe Deutschlands seit 1945 eskalieren.

Am 09.04 2011 bin ich dann zur womöglich ersten Demo in Deutschland gegen die Rettungsschirme nach Berlin gefahren. Vor dem Kanzleramt hatten sich nach einem Aufruf von FAZ -Net Leserbriefschreibern gerade einmal 50 Menschen versammelt.

Was gesagt werden Muß... Der Autor spricht auf der Demo am 09.04.2012. Steven Meissner hält das Megaphon.

Aufnahme: Tim Zeilner (Fotograf, Berlin)

Was gesagt werden muß… Der Autor spricht auf der Demo am 09.04.2011. Steven Meissner hält das Megaphon.

Weiterlesen …

Werbeanzeigen
Verfasst von: RA Christoph Grimm | 30. Oktober 2018

Gedenken an den Weltspartag

Heute ist Weltspartag.

Der Weltspartag diente einmal der Werbung für das Sparen. Er war pädagogische Aufforderung und Anleitung, sowohl zur Vermögensbildung als auch zu mehr finanzieller Unabhängigkeit. Sparen sollte als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahrgenommen und praktiziert werden.

Im Zeitalter der Eurorettung ergibt all dies keinen Sinn mehr: Nullzinsen bei Inflationsraten von über zwei Prozent fressen das Ersparte schnell auf. Dabei hätten gerade die Menschen in Deutschland eine wirksame Vermögensbildung unbedingt nötig. Die Deutschen sind nämlich nicht etwa reich, wie dies von Politik und Medien immer gern verlautbart wird. Die mittleren Vermögen (Medianwert) in Deutschland liegen sogar auf dem letzten Platz im Euroraum. Zudem ist hierzulande Vermögensbildung gerade für untere Einkommensschichten dringend nötig, um der grassierenden Altersarmut zu entgehen.

Anstatt der Bevölkerung nun Anreize dafür zu liefern, lässt die Regierungspolitik sie mit diesem Problem völlig allein. Schlimmer noch: Durch den angestrebten europäischen Einlagensicherungsfonds werden gerade in Deutschland erreichte, vorbildlich hohe Standards der Sicherung von Sparguthaben aufgeweicht, indem man Haftungsrisiken aller Banken im Euroraum vergemeinschaftet.

Diese Politik muss unbedingt beendet werden. Wenn die Gemeinschaftswährung Euro trotz aller Rettungsbemühungen nicht funktioniert – und danach sieht es nun mal aus – sollten zeitnah Modelle für deren kontrollierte Abwicklung geprüft werden.

30.10.2018

Christoph Grimm

Verfasst von: RA Christoph Grimm | 23. September 2018

Bericht aus Rostock

Der Marktplatz in Rostock. Vom Rathaus der Hansestadt hängen etwa ein Dutzend Transparente herab. Sie alle zeigen einen graphisch mehrfarbig stilisierten Schmetterling. Dazu immer wieder die gleiche Schrift: „Bunt statt braun.“ Am Haus gegenüber prangt ein großes, weißes Transparent. Darauf steht in dunkler Schrift und falschem Deutsch geschrieben: „Menschenrechte statt rechte Menschen.“ Es ist Sonnabend, der 22.09.2018 um 16:55 Uhr.

HRO 22.09.2018

                               der Markt in Rostock am 22.09.2018 um 16:55 Uhr
Weiterlesen …

Verfasst von: RA Christoph Grimm | 10. September 2018

Bericht vom Gänsemarkt

Am 05.09.2018 um 19 Uhr war ich persönlich auf dem Gänsemarkt mit dabei und davor bereits vier Mal Demonstrant bei der „Merkel muß weg! – Kundgebung“ in Hamburg.

Mein Eindruck: Die Teilnahme an dieser Veranstaltung wird durch Antifa und Polizei immer schwieriger „gestaltet.“ Und das ist noch zurückhaltend ausgedrückt. Im Einzelnen: Beleidigungen und Pöbeleien auf dem Weg zur Hamburger Merkel-Demo kenne ich schon zur Genüge. Auch ein Bein wurde mir am Gänsemarkt schon mal im Halbdunkel gestellt. Am 05. September aber

HH 1Hamburg Gänsemarkt am 05.09.2018 um 19 Uhr

Weiterlesen …

Verfasst von: RA Christoph Grimm | 6. September 2018

Bericht aus Chemnitz

Kurz entschlossen sind wir dann doch noch losgefahren. Drei Mann: Ein Mitglied des AfD-Kreisvorstandes von NWM, Jens-Holger Schneider (MdL) und der Autor. Es ist Sonnabend, der 01.09.2018.

Um 16:50 Uhr treffen wir am Ziel, der Stadtmitte von Chemnitz ein. Schnell noch das Auto geparkt. Um 17 Uhr soll schließlich der Trauermarsch beginnen. Wir tauchen in eine Menge, die ich auf 7.000 Personen schätze. Dann heißt es erst mal völlig unerwartet: Warten, denn nichts passiert.

001eine Stunde warten bis es endlich losgeht

Weiterlesen …

Verfasst von: RA Christoph Grimm | 8. März 2018

Target 2 Salden Ende Februar auf neuem Allzeithoch

TARGET2-Saldo

Forderungen der Bundesbank aus TARGET2:
Betrag: 913.989.050.687,57 Euro
(Stand: 28. Februar 2018)

Quelle: Deutsche Bundesbank

Nachdem der Targetsaldo mit Forderungen unserer Deutschen Bundesbank im Januar 2018 noch von 907 auf 880 Mrd. zurückgegangen ist, hat er im Februar einen großen Sprung auf nun fast 914 Mrd. Euro hingelegt. Ein neues Allzeithoch. Die Billionengrenze rückt damit in greifbare Nähe und wird voraussichtlich noch 2018 überschritten.

Ende der Durchsage.

Verfasst von: RA Christoph Grimm | 3. März 2018

Von Geisterinterviews und systemkonformer Radikalität

Während der letzten „Merkel muß weg“ – Demo am vergangenen Montag, dem 26.02.2018 habe ich auf Bitten von Journalisten zwei Interviews gegeben. Merkwürdig: Die Fragesteller wiesen immer wieder auf Warnungen des Verfassungsschutzes vor Rechtsextremisten, ja sogar Gewalttätern unter den Demonstranten hin. Davon war aber absolut nichts wahrzunehmen, weshalb ich auch meine Zweifel äußerte. Wirklich radikal in Hamburg ist nur die Antifa. Und das in Sachen Merkel neuerdings auch noch systemkonform. Die Interviews wurden natürlich nirgendwo veröffentlicht. Ich konnte mit eigener Technik mitschneiden. Hier die beiden Transkripte:

1.) unbekannter Reporter
Grimm: Hallo.
Reporter: Hallo.
Grimm: Für wen, darf ich fragen, filmen sie?
Reporter: Ich mache das für eine Agentur.
Grimm: Achso, ja.
Reporter: Ja, und sie?
Grimm: Ich bin ein Teilnehmer dieser Demonstration.
Reporter: Ah, ja.
Grimm: Ein besorgter Bürger.
Reporter: Möchten sie mir ein Interview geben?
Grimm: Ja, dann müssen sie mir sagen für wen.
Reporter: Kann sein, dass es beim NDR ausgestrahlt wird.
Grimm: Bitte, fragen sie, ja.
Reporter: OK, wenn sie sich so rum stellen können?
Grimm: Ja.
Reporter: Würden sie ihren Namen sagen und warum sie hier sind?
Grimm: Ja, mein Name ist Christoph Grimm, ich bin einer der Abgeordneten der Afd-Fraktion im Landtag von Mecklenburg-Vorpommern und ich bin hier heute Abend erschienen, weil ich es für wichtig halte, dass diese Demonstration eine bestimmte Regelmäßigkeit erhält und möglichst weiter jeden Montag hier fordert, dass Frau Merkel weg muss.
Reporter: Jetzt sagt der Verfassungsschutz, dass es hier von Rechtsextremisten initiiert wird, was halten sie davon?
Grimm: Das wäre mir neu. Ich weiß, dass diese Demonstration in der Tradition einer Frau Uta Ogilvie steht, die damit angefangen hat und die mit nichts weiter als einem Schild, auf dem stand „Merkel muss weg,“ hier über den Jungfernstieg gelaufen ist und so hat sich die Sache weiterentwickelt.
Reporter: Trotzdem, der Verfassungsschutz sagt, dahinter stehen Rechtsextremisten, warum machen sie hier mit?
Grimm: Also der Verfassungsschutz mag vieles erzählen, es heißt ja auch, dass bestimmte Kräfte vom Verfassungsschutz beobachtet werden, wie etwa die Identitäre Bewegung, da kann man schon fast das Gefühl haben, der Verfassungsschutz wird instrumentalisiert, damit die Leute Abstand nehmen von diesen Organisationen.
Reporter: Jetzt ist es so, dass hier aber auch gegen die Presse gewalttätig vorgegangen wird aus dieser Demonstration heraus.
Grimm: Was!? Heute Abend!? Hier!?
Reporter: Ja, jetzt heute Abend.
Grimm: Ähm, da möchte ich sie bitten, dass sie mir diese Gegebenheit doch mal mit Zeugen belegen, vielleicht gibt’s da ja auch von der Polizei ein Aktenzeichen, das würde mich schon interessieren. Ist für mich völlig neu, was sie sagen.
Reporter: Aber stört sie das nicht, mit Rechtsextremisten zu demonstrieren?
Grimm: Wenn ich hier welche sehen würde, käme ich schon ins Grübeln, aber Sie wissen ja, wie das ist bei solchen größeren Demonstrationen, sie können sich ja auch nicht jeden aussuchen, der mitmacht.
Reporter: Das ist ja nun in der Presse weit verbreitet, das glauben sie einfach bloß.
Grimm: Äh, sie behaupten das einfach. Ich habe mich hier noch nicht davon überzeugen können, dass das richtig ist.
Reporter: Okay, danke.
Grimm: Bitte.

2.) Hamburger Morgenpost
Hamburger Morgenpost (Mopo): Ich habe gerade gesehen, dass sie mit dem Kollegen gesprochen haben. Wir kommen von der Hamburger Morgenpost, wären sie bereit, mit uns auch kurz darüber zu sprechen warum Sie eigentlich hier sind, wofür sie oder wogegen sie demonstrieren? Ist das in Ordnung?
Grimm: Ja.
Mopo: Dann halte ich es in dem roten Teil (deutet auf sein Gerät) fest.
Grimm: Ist das ein Livestream oder was?
Mopo: Nicht ganz, nee, nee. Wieso sind sie heute hier und demonstrieren?
Grimm: Ich halte es für richtig, wenn gefordert wird, dass die Frau Merkel weg muss, wie das ja allgemein hier getan wird. Die Regierung Merkel hat einen großen Schaden angerichtet, ich denke insbesondere an die Eurorettung, ich denke an die Energiewende und nicht zuletzt natürlich auch an die Flüchtlingskrise.
Mopo: Was ist denn in ihren Augen das größte Problem oder der größte Fehler, den die Regierung Merkel begangen hat?
Grimm: Die Eurorettung. Nehmen sie nur mal die Target-2 Salden, die jetzt bei über 800 Milliarden angekommen sind. Das sind Forderungen unserer deutschen Bundesbank gegen die europäische Zentralbank. Wenn der Euro zusammenbrechen sollte, sind es Forderungen gegen eine Institution, die es dann nicht mehr gibt und dann können wir uns das übers Bett hängen. Das wäre sehr traurig, es wäre eine sehr große Geldmenge.
Mopo: Das heißt sie empfinden das auch als wichtig, dass die Leute oder ja, dass es sich jetzt hier als Institution einfindet, hier jeden Montag auf die Straßen zu gehen?
Grimm: Ja. Ganz genau, ja. Das halte ich für richtig und für wichtig. Und Sie sehen an dem Grad des Widerstandes, wie hart umkämpft alles ist. Ich bin hier auch schon mit Gewalt konfrontiert worden, nur weil ich zur Demo wollte. Man hat mir da ein Bein gestellt und natürlich die Pöbeleien und sowas. Wissen sie, das Erstaunliche ist doch, dass die Antifa, die an sich von ihrer Entstehung her ´ne linke Tradition hat, dass die sich jetzt auf einmal als systemkonform entpuppen, ja. Das ist doch ein Widerspruch, da komme ich gar nicht mit, ehrlich gesagt. Ich war auch mal lange Zeit in der SPD und Juso, also damals waren die Koordinaten noch ganz anders, also es ist eine ganz neue Entwicklung.
Mopo: Jetzt haftet hier dieser Demonstration ja auch so ein bisschen der Ruf an, dass nicht nur konservative Demonstranten da sein sollen, sondern auch welche mit rechtspopulistischen Denkweisen, wie nehmen sie das hier war?
Grimm: Also nicht als rechtspopulistisch. Ich halte Rechtspopulismus für ein politisches Schlagwort unserer Zeit, mit dem eigentlich verhindert werden soll, dass es einen Paradigmenwechsel gibt. Also alles, was jetzt gegen die Konformität anschwimmt, das wird ja sofort als populistisch bezeichnet. Nehmen Sie mal die Flüchtlingskrise: Da gibt es eigentlich nur die Farben Schwarz und Weiß. Auf der weißen Seite, da wo es hell ist, wo das Licht ist, da sind alle die, die für die Willkommenskultur sind, die den Islam begrüßen, die gegen eine Obergrenze sind. Und auf der anderen Seite, wo es schwarz und dunkel ist, da sind die Populisten, da sind die Nazis, da sind die Ausländerfeinde. Dass aber zwischen schwarz und weiß eine beliebige Anzahl von Grautönen auch noch existiert, das wird gar nicht wahrgenommen in der medialen Öffentlichkeit.
Mopo: Das ist der eine Grund, da haben sie natürlich Recht, dann korrigiere ich das gleich und sage anstatt rechtspopulistischen Denkweisen gibt es dann halt auch einige die bekannt sind aus rechtsextremen Kreisen. Stört es sie sozusagen da als nicht rechts, also so, wie ich sie jetzt wahrnehme, mit solchen Menschen hier gleichzeitig zu demonstrieren?
Grimm: Ja, also ich würde mich von Rechtsextremen, wirklich Rechtsextremen, natürlich distanzieren wollen. Aber sie behaupten das einfach so, das hat ihr Kollege hier eben auch schon getan, der mit der großen Fernsehkamera, ja. Zeigen sie mir die Rechtsextremisten oder vielleicht Gewalttätigen! Also die Gewalt, die steht da drüben (deutet hinter die Polizeiabsperrungen). Ist ganz klar. Da stehen auch die Extremisten. G20, das war Extremismus! Das waren die Leute da drüben. Und in Hamburg, da wird das ja alles noch gefördert: Rote Flora, Hafenstraße. Früher, die Hafenstraße, das war Klaus von Dohnanyi, Rote Flora, das war Ortwin Runde. Das sind alles SPD- Entscheidungen, die die Gewalt in der linken Politik, ich sage jetzt mal, hoffähig gemacht haben und auch gefördert haben. Das Ergebnis sehen wir hier: Wir können nicht mehr frei unsere Meinung äußern und nichts anderes wollen wir tun.
Mopo: Dann bedanken wir uns ganz herzlich, ist es für sie in Ordnung, wenn sie noch ihren Namen nennen?
Grimm: Ja, ich bin ein Abgeordneter des Landtages von Schwerin, also Mecklenburg-Vorpommern. Ich bin aus Schwerin heute hierhergefahren. Mein Name ist Christoph Grimm.

20180226_190738

Gefällt mirWeitere Reaktionen anzeigen

Kommentieren

Kommentare
Verfasst von: RA Christoph Grimm | 18. Januar 2018

Grevesmühlen: Sprachschüler greift 60-Jährige an

Im sonst ganz ruhigen, ländlichen Grevesmühlen (Landkreis Nordwestmecklenburg) kam es nun auch zu einem dieser „Einzelfälle:“ „Ein Mann hat mit einem Messer … u.s.w.“ Die örtliche Ostseezeitung berichtet darüber in diesem gewohnten Duktus des gleichgeschalteten, regierungstreuen medial-politischen Komplexes, nichts Neues also.

Ich kann dazu nicht schweigen und schickte der Redaktion den nachstehenden Leserbrief. Weil dieser voraussichtlich der Zensur des Blattes zum Opfer fallen wird, erfolgt hier die Veröffentlichung: Weiterlesen …

Verfasst von: RA Christoph Grimm | 10. Januar 2018

Interview mit Wismar TV zur Bundestagswahl 2017

Verfasst von: RA Christoph Grimm | 10. Januar 2018

Richter am Rande des Nervenzusammenbuchs

„Wir hatten außergewöhnlich viele Zugriffe, vor allem auf den atmosphärischen Text über eine Gerichtsverhandlung am Landgericht Mannheim gegen eine Schlägerbande und deren „Fanbase“ (Ein Richter am Rande des Nervenzusammenbruchs).“

Das schreibt ziemlich bescheiden der Verfasser und Journalist, Hardy Prothmann, im Rheinneckarblog unter der Rubrik „In eigener Sache.“ Tatsächlich ist sein Text ein klassisches Stück Journalismus, wie man ihn heutzutage leider immer seltener zu lesen kriegt. Weiterlesen …

Verfasst von: RA Christoph Grimm | 8. Januar 2018

Ostseezeitung titelt Fake-News

Meine Erfahrung seit einigen Jahren: Immer wenn ich Kritik an der Ostseezeitung selbst geübt habe, sind meine Beiträge der Zensur dieses Blattes zum Opfer gefallen. Sie wurden nicht einmal in der elektronischen Leserbriefspalte veröffentlicht. So wird es auch in diesem Fall voraussichtlich kommen. Deshalb veröffentliche ich meinen Leserbrief an die OZ vom 08.01.2018 hier:

Betr.: Falsche Überschrift

„Becker-Sohn stellt Strafanzeige gegen AfD.“ So titelt die OZ in fetten Lettern auf Seite 1 ihrer Ausgabe vom 08.01.2018. Liest man dann aber den darunter verfassten Artikel, wird schnell klar, daß der Becker-Sohn Strafanzeige und Strafantrag gegen den AfD- Bundestagsabgeordneten Jens Maier eingereicht hat. Nur das macht auch Sinn, denn das Strafrecht richtet sich immer gegen natürliche Personen. Nur Menschen können strafrechtlich belangt werden, nicht etwa juristische Personen. Warum prangt dann über dem Text gleichwohl die völlig falsche Überschrift „Strafanzeige gegen die AfD“? Nun, sicher ist nicht jeder Zeitungsredakteur mit einem Jura-Studium gesegnet, das muß auch nicht sein. Aber soviel Sorgfalt kann man dann doch von jedem Redakteur verlangen, daß eine Überschrift nicht völlig zur Fake-News mißglückt, wie hier. Zumal der Sachverhalt im Kleingedruckten ja richtig dargestellt wird. Oder wollte man hier etwa nur einen schnellen, billigen Effekt erhaschen?

Christoph Grimm

 

Older Posts »

Kategorien